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Sadaka-Reut : Arabisch – Jüdische Partnerschaft
Sadaka-Reut setzt sich für soziale und politische Veränderungen in Israel ein. Sie strebt eine bi-nationale, multi-kulturelle und egalitäre Gesellschaft an, die auf sozialer Gerechtigkeit und Solidarität basiert. Die Organisation geht davon aus, dass in Israel der Kampf gegen jede Form von Diskriminierung und für die Gleichberechtigung aller Bürger parallel zum Kampf gegen die Besatzung und für eine gerechte Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts geführt werden muss. Zur Verwirklichung dieser Zielsetzung ermöglicht sie regelmäßige Begegnungen zwischen jungen israelischen Staatsbürgern palästinensischer und jüdischer Nationalität, sucht sie die vorhandenen Narrative und Diskurse über den Nahostkonflikt produktiv zu verändern und ermutigt sie Jugendliche, sich aktiv an gesellschaftlichen Aktivitäten zu beteiligen.
Website: www.reutsadaka.org
Das von der Rosa-Luxemburg-Stiftung geförderte Projekt "Merkaz" hat das Ziel, ein alternatives bi-nationales Netzwerk aufzubauen, das Jugendlichen politische Bildung vermittelt und jugendspezifische Aktivitäten anbietet. So sollen beispielsweise in Jaffa, Bat Yam, Lod und Ramle arabische und jüdische Jugendliche mit älteren Aktivisten, Fachleuten und schöpferisch Tätigen zusammen gebracht werden. Diese Begegnungen ermöglichen es den Jugendgruppen, zusammen zu arbeiten und professionelle Hilfe auf dem Themengebiet ihrer Wahl zu erhalten. Merkaz ist mit diesen Aktivitäten bemüht, eine Gemeinschaft aus Menschen unterschiedlicher sozialer, ökonomischer und nationaler Herkunft aufzubauen, die Jugendlichen zu befähigen, selbst aktiv zu werden und eine junge Generation von Aktivisten heranzubilden, die sich für sozialen Wandel einsetzen.
Umgesetzt wird die Idee durch die Gründung von kreativen Jugendgruppen, die auf der Grundlage von Konzepten politischer Kunst tätig sind. Die von den Jugendlichen geschaffenen Kunstwerke dienen ihnen als Stimme und spiegeln ihre sozio-politische Realität wider - eine Realität, die sie normalerweise eher zum Schweigen animiert. Die betreffenden Werke werden ausgestellt und der direkten Umgebung - der Familie, den Freunden, der Schule und der Gemeinde - gezeigt. Dadurch wird erreicht, dass die Stimme der Jugendlichen öffentlich wahrgenommen wird, größere Gruppen von Individuen beeinflusst und gleichzeitig die Bande zwischen den verschiedenen Gemeinden gestärkt werden.
