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Zentrum für humanistische Erziehung (CHE)
Das Zentrum für humanistische Erziehung arbeitet seit 1995 mit dem Ghettokämpfer-Museum zusammen und stellt in seiner spezifischen Beschäftigung mit dem Holocaust ein Unikat in der Bildungsarbeit Israels dar. Das Zentrum betrachtet die Schoah nicht nur als ein historisch unvergleichbares jüdisches, sondern zugleich auch als ein universales Geschehen, das zur Auseinandersetzung mit gegenwärtigen sozialen und humanen Konflikten zwingt. Das Zentrum versucht insbesondere durch Bildungsarbeit diesem Anliegen gerecht zu werden. Dabei werden demokratische Werte in den Mittelpunkt gerückt sowie Gerechtigkeitsempfinden und Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft gestärkt. Gleichermaßen ist die Tätigkeit des Zentrums gegen die Gleichgültigkeit gegenüber den Leiden Dritter und gegen die Verletzung der Menschenrechte gerichtet, gefährden derartige Erscheinungen doch stets die gesamte Gesellschaft.
Website: www.gfh.org.il
Das von der Rosa-Luxemburg-Stiftung geförderte Projekt „Vom Lernen über den Holocaust zum humanistischen Dialog“ beinhaltet eine Reihe multi-kultureller Seminare und freiwilliger wöchentlicher Treffen für arabische und jüdische Schüler und Studenten aus dem Norden Israels. Bildung wird als Ausgangspunkt und Grundlage des Dialogs zwischen Menschen verschiedener Herkunft verstanden, insbesondere zwischen jungen Bürgern der facettenreichen israelischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Das Projekt befasst sich mit ausgewählten Holocaust-bezogenen Themen und deren gesellschaftlichen Bezügen; es diskutiert ethische Fragen und deren Hintergrund. In den multi-kulturellen Seminaren setzen sich die Teilnehmer mit Identitätsproblemen, Erscheinungen des Rassismus bzw. der Verletzung von Menschenrechten, dem Verhältnis zwischen Bevölkerungsmehrheit und -Minderheit sowie mit dem innerisraelischen jüdisch-arabischen Konflikt auseinander.
